Strahlende Angie

Das Atommüllager Asse ist ja nicht erst seit einigen Monaten im Gespräch. Denn das, was heute so erstaunt und fassungslos von unserer Bundesregierung dem Bürger aufgetischt wird, war schon vor 13 Jahren bekannt und zwar der damaligen Umweltministerin Angela Merkel. ūüėĮ

Schon damals war bekannt, dass Salzstöcke ein Sicherheitsrisiko sind, denn sobald Wasser eindringt frisst sich die Salzlauge durch die Fässer in denen das radioaktive Material gelagert wird.
Wasser dringt immer dann in ein Salzbergwerk ein, wenn die Salzbarriere, die man um das Grubengebäude herum stehen lässt, verletzt wird ‚Äď dadurch, dass die Barriere versehentlich angebohrt wird, oder dadurch, dass sich durch die Verformung des Salzgerüsts Risse bilden. Die Asse ist besonders durch Wasser gefährdet, weil die Salzbarriere zum Teil nur wenige Meter dick ist. (Wikipedia)

Dennoch will Angie den Atomausstieg verhindern.

“Das versteht doch auf der ganzen Welt niemand, dass wir die sichersten Kraftwerke auf der Welt haben und als erste aussteigen wollen. Das gibt es weltweit nicht noch einmal, das muss verhindert werden”, sagte Merkel.

Aha, die sichersten, dann sollte Angie doch mal hier reinschauen, dort kann sie die Störfälle mitzählen. Natürlich nur die öffentlich bekannten. Aber das Kernproblem ist nun mal die Endlagerung. Was nützt uns Kernenergie, wenn wir den radioaktiven Abfall nicht entsorgen können ?!

Und jetzt stellt sich auch noch heraus, das in Asse nicht nur 9, sondern 28 kg! Plutonium lagern. Dabei handelt es sich um das Plutoniumisotop 239 mit einer Halbwertzeit von 24.110¬†Jahren. Das ist doch beruhigend, wenn man weiss, dass Asse noch nicht einmal drei Jahrzehnte gehalten hat. ūüėģ

Und noch lustiger wird das Ganze, wenn Jürgen Trittin von ein paar hundert Fässern spricht und mehrmals vom Teleprompter seinen Text ablesen muss.
Aber was soll man schon von einer grünen Partei erwarten, wenn Claudia Roth militärische Einsätze verteidigt und Turnschuh Fischer als Berater für Nabucco arbeitet.¬†

In Asse lagern 125.000! Fässer Und wer mal sehen will, wie die da gelagert werden, kann sich das mal hier anschauen. Die Dinger liegen kreuz und quer übereinander und haben Dellen und sind teilweise undicht. Wer 40 Nanogramm Plutonium einatmet braucht sich um die Zukunft keine Sorgen mehr zu machen.

Ach ja, Gorleben und Morsleben sind genauso unsicher. Auch hier ist Angie wieder der Betreiberlobby tief in den Hintern gekrochen und hat 1998 eine Verlängerung von fünf Jahren für Morsleben ¬†erwirkt. Erst als Greenpeace Klage erhoben hat wurden weitere Einlagerungen im September 1998 gestoppt.

Im Zusammenhang mit den Asse-Pannen sind zwei Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Aber die eigentliche Übeltäterin Frau Angela Merkel musste vor dem Untersuchungsausschuss in Hannover nicht erscheinen, denn die Vorladung wurde von CDU/FDP verhindert.

Wie war das noch mit ihrem Amtseid Frau Merkel ?

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Aber die Verletzung des Amtseides hat keinerlei rechtliche Konsequenzen in Deutschland.

Aber das kennt Frau Merkel ja schon aus alten Zeiten, nicht wahr ?

Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des Volkes der Deutschen Demokratischen Republik widmen, ihre Verfassung und die Gesetze wahren, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde.

Dann sollte man sich diesen trivialen Mist doch gleich ganz sparen !

Update 29.03.2010

Jahrelang hat die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Helmut Kohl nach SPIEGEL-Informationen den Wassereinbruch im Atommüll-Endlager Asse vertuscht.

***

Es war Angela Merkel, die am 6. April 1998 das Atomgesetz ändern ließ und die Betriebszeit von Morsleben nochmals um fünf Jahre bis zum 30. Juni 2005 verlängert hat. Angela Merkel wusste, dass das Endlagermedium Salz allgemein und das Gorleben-Projekt im besonderen mit den Erkenntnissen aus der Asse in Frage gestellt wird. Trotzdem hat sie 1998 mit der ‚ÄúLex Bernstorff‚ÄĚ das Atomgesetz geändert und so eine Enteignung des widerspenstigen Grundbesitzers Graf Bernstorff auch zum Zweck der Erkundung in Gorleben ermöglicht. Sie hat den Bau des Endlagers im Salzstock Gorleben um jeden Preis vorangetrieben, obwohl es dort auch noch um die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen mit einem ungleich höheren Gefährdungsportential geht.

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4 Comments

  1. […] das Spielchen hatte sie ja schon vor 14 Jahren mit Asse auch getrieben. Und wer hat das alles aufgedeckt ? Die […]

  2. […] bin ich ja mal gespannt, wie unsere Angie aus dieser Nummer wieder rauskommt, schliesslich haben wir ihr das zu verdanken, als damalige […]

  3. […] zuständig war, aber eigentlich dient er nur zur Deckung unserer Bundeskanzlerin , denn Angela Merkel war damals Umweltministerin und hatte von den Assesauereien gewusst. Wahrscheinlich verweigert deshalb auch das Bundeskanzleramt die Akteneinsicht. Mal schauen ob die […]

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