NSA und Mossad hören seit den 1980er Jahren fremde Botschaften und die Vereinten Nationen ab

Überrascht hat mich das jetzt nicht, dass die NSA die Zentrale der Vereinten Nationen in New York abhört. Blöd ist nur, dass die USA jetzt damit aufgekippt sind, denn in einem Abkommen mit den UN haben sich die USA verpflichtet, keine verdeckten Aktionen zu unternehmen.

Ferner betreibt die NSA in mehr als 80 Botschaften und Konsulaten weltweit ein eigenes Abhörprogramm, das intern “Special Collection Service” genannt und oft ohne Wissen des Gastlandes betrieben wird. Auch in Frankfurt und Wien gibt es entsprechende Lauschposten.

Was mich an der ganzen Sache wirklich überrascht, ist, dass diese Informationen seit den 1990er Jahren bekannt sind und nun als Neuigkeit serviert werden. Nach einem Bericht des ZDFs zufolge, aus dem Jahre 1996, war demnach der Vorläufer vom Schnüffelprogramm Prism Promis von der amerikanischen Firma Inslaw, aus dem Jahre 1986.

Schon damals war bekannt, dass die USA 80 Botschaften dieser Welt abhörten. Auch der israelische Geheimdienst Mossad hatte seine Finger mit im Spiel. Möglich wurde das dadurch, dass Promis mit israelisch eingebauter „Hintertür“ über Scheinfirmen auch an Geheimdienste, Banken und Behörden anderer Länder verkauft wurde. 1991 bezahlte der damalige unabhängige Journalist Danny Casolaro für diese Enthüllungen mit seinem Leben.

Ausspioniert wurden u.a. auch die World Bank in Washington, die Credit Suisse in der Schweiz und Deutsche Banken in Frankfurt. Wenn heute der BND und das BSI behaupten, nichts gewusst zu haben, so ist das gelogen, da damals schon die Behörden eng mit der NSA zusammengearbeitet haben und informiert waren.

Aber auch der damaliger Innenminister Manfred Kanther (CDU) vertrat die Ansicht, dass die Sicherheit des Internets nicht der Bekämpfung der Kriminalität und des Terrorismus’ im Wege stehen darf und wollte sogar die Verschlüsselung der Daten gesetzlich beschränken. Er wusste bescheid und sah in den Bespitzelungsmethoden der NSA keine Gefahr.

Lotus Note, welches von der Deutschen Bank benutzt wurde als auch Microsoft installierten schon damals Schnittstellen für die NSA und lieferten sogar die Entschlüsselungslogarithmen. Schon damals legte die NSA die internationalen Standards fest, um sie dann für sich selbst nutzen zu können. Oder anders ausgedrückt, die NSA hat schon immer Firmem zur Zusammenarbeit gezwungen.

Fassen wir mal zusammen: Seit fast dreissig Jahren ist auch unserer Bundesregierung bekannt, dass die USA die gesamte Welt systematisch ausspionieren. Aber nicht nur das, sie ist auch immer noch der Steigbügelhalter und mischt selbst mit. Heute, dreissig Jahre später, hat die Technik einen Quantensprung vollzogen und sicher dürfte auch sein, dass Grossbritannien und der Mossad eine tragende Rolle in dem globalen, perfiden, menschenverachtenden Überwachungssystem spielen.

Eine weitere, traurige Tatsache ist, dass wir von unseren Regierungen belogen wurden und weiter belogen werden. Sie machen sich mehr Sorgen darum, was die Dokumente von Edward Snowden noch alles ans Tageslicht bringen könnten, als um die Sicherheit und Privatsphäre ihrer Bürger. Es geht längst nicht mehr um innere Sicherheit und Terrorismusbekämpfung, eigentlich ging es von Anfang an nicht darum. Es geht um die totale Überwachung und Kontrolle, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist und krankhafte, paranoide Züge angenommen hat.

Deshalb ist ein No-Spy-Abkommen nur eine lächerliche Farce. Niemand wird einem pädophilen Priester glauben, wenn er nur versichert, keine Kinder mehr zu schänden. Nicht nur der Priester muss weg, sondern auch die gesamte verlogene Institution. Geheimdienste tragen weder zur Aufklärung bei noch haben sie je Konflikte und Kriege verhindert, im Gegenteil, meist waren sie sogar die Initiatoren. Sie sind so überflüssig wie Sand in die Wüste tragen und gefährlicher als Al Qaeda und müssen abgeschafft werden!

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3 Comments

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