Posts Tagged ‘bankencrash’

Wertlos

Dienstag, Januar 4th, 2011

Es ist schon traurig, dass Jahrhunderte lang ein Stück Natur an Wert verlor, um einen fiktiven Wert zu schaffen.


– Der Baum musste dem Papiergeld weichen.-

Obwohl das erste Papiergeld schon im 11. Jahrhundert in China benutzt wurde, stand man dem gedruckten Zahlenpapier im europäischen Raum bis Ende des Mittelalters sehr skeptisch gegenüber. Viele Versuche der Einführung  u.a. in Schweden und Frankreich scheiterten, der eigentliche Siegeszug fand erst im 19. Jahrhundert statt. Und da wurde dann auch peinlichst genau darauf geachtet, dass auch ein wirklicher Gegenwert vorhanden war, in Form von Gold, Münzen oder anderen Schätzen. Vornehmlich war der Gegenwert die Kurantmünze, deren Wert in etwa durch ihren Metallgehalt gedeckt war. Dadurch wurde einer verschwenderischen Vervielfältigung Einhalt geboten.

Heute bestehen nahezu keinerlei Deckungsvorschriften. Es wird gedruckt, was die Maschinen hergeben. Ein fiktiver Schuldtitel reicht völlig aus. Die Werte werden an den Börsen künstlich aufgeblasen und selbst Banknoten werden nicht mehr benötigt. Riesige Computer errechnen heutzutage die Werte von Immobilien, Grundstücken, ja sogar ganzer Staaten. Und irgendwelche Ratingagenturen blasen das Ganze und sich selbst dann nochmals auf und entscheiden über Top oder Flop. Und dabei ist es völlig unerheblich, ob ein realer Gegenwert vorhanden ist. Somit wurden und werden riesigen Spekulationsblasen Vorschub geleistet, Bilanzen frisiert und Managerboni in schwindelerregende Höhen gepusht.

Geld regiert die Welt, doch wenn nichts da ist kann man auch nichts regieren. Doch so weit will man sich der Wahrheit nicht hingeben. Schliesslich bestehen unsere gesamte Gesellschaft, unsere Kultur, unsere Ideale, unsere Werte, Ethik und Glauben aus Kapital. Profit, Gewinne, Erfolg, Ehrgeiz und Reichtum sind die neuen Götter des 20. und 21. Jahrhunderts.

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Bankrun-Day 7. Dezember 2010

Montag, November 29th, 2010

Wer ärgert sich nicht über die arrogante Finanzmischpoke, die unsere Steuergelder plündern, damit sie weiter fröhlich Milliarden verzocken können. Der frühere Fußballstar Cantona hat nun die Franzosen dazu aufgerufen, am 7. Dezember gleichzeitig ihre Konten zu räumen – und so die Banken lahm zu legen.

“Wir müssen keine Revolution ausrufen, wir brauchen keine Waffen, wir bringen niemanden um. Die Banken selbst haben dieses System geschaffen – und nur über die Banken kann man es auch lahmlegen.”

15 Länder wollen mitmachen, u.a. auch Deutschland. Na, da bin ich ja mal gespannt. Also, weitersagen…


Vive la France!

Update 08.12.2010

Flop statt “Bank-Run-Revolution” in Frankreich

Weitere Infos:

Franzosen wollen koordinierten Bankrun starten …

Am 07.12.2010 heb ich meine Kohle ab!

Die Rache am Geldautomaten

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Sarrazin’s rechte Hetze aus der linken Ecke

Montag, August 30th, 2010

Gut, die SPD war noch nie wirklich links und schon gar nicht sozial (Nato-Doppelbeschluss, Lauschangriff, Kosovo-Afghanistankrieg, Hartz4 usw.). Schön bemerkbar macht sich das jetzt durch Thilo Sarrazin (SPD), Vorstand der deutschen Bundesbank. Kapital und sozial passen ebenso gut zusammen wie Kaviar und die deutsche Tafel.

Thilo Sarrazin hat nun wirklich die Stirn Muslime in Deutschland für die desolaten Zustände in diesem Land verantwortlich zu machen. Es ist natürlich einfacher irgendeine Sau durch das Dorf zu treiben, um von sich selbst anzulenken. Denn den finanziellen Ruin haben wir den Banken zu verdanken und nicht irgendwelchen Immigranten/Emigranten die Sozialhilfe kassieren, weil sie sich die ersten Jahre an ein gesetzliches Arbeitsverbot zu halten haben. Und mal ehrlich Herr Sarrazin, wen würden Sie bevorzugt einstellen in ihrer Bundesbank, einen Deutschen oder einen Immigranten ?

Deutschland schafft sich ab, wenn wir das Bankencasino weiter finanzieren mit unseren Steuergeldern auf Kosten des Sozialstaates. Wenn hunderte Milliarden Euro übrig waren, um marode Banken zu sanieren, dann dürften wohl auch ein paar Euro übrig sein, um Menschlichkeit zu zeigen und den Ärmsten in diesem Lande, die dem Raubtierkapitalismus zum Opfer gefallen sind, unter die Arme zu greifen.

Man stelle sich mal vor, Sarrazin hätte folgendes gesagt:

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Happy Birthday

Samstag, Juni 26th, 2010

Watt ? Rekursiv Paradoxon gibt’s schon 1 Jahr ?

Yeah ! Voll Kuh l  ey !


Und, – was hat sich geändert ?Nichts !

In Afghanistan und im Irak führen wir immer noch Krieg.
In den Iran wollen wir auch immer noch einmaschieren, um dort die Menschenrechte zu wahren.
Israel betreibt weiterhin Landraub, Apartheidpolitik und tötet Friedensaktivisten.
Die Banken verhökern nach wie vor unsere Steuergelder, die EU steht kurz vor dem Bankrott und in Kanada bemühen sich wieder mal alle den G-Punkt zu finden und phantasieren vom unendlichen Wachstum.

Doch, – unsere Regierung hat sich geändert: Von SchwarzTod zu SchwarzGeld, oder anders ausgedrückt: von korrupt zu gewissenlos.
Oder umgekehrt ?

Na dann, wird’s Rekursiv Paradoxon wohl noch’n  Jahr länger geben…

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Die Blase platzt zum zweiten Mal

Mittwoch, August 19th, 2009

Ich habe ja schon mehrfach über die spekulative Finanzblase unserer Bänker geschrieben. Und auch darüber, dass die Milliardengeschenke von unserem Peer an die Banken wie Wasser in der Wüste versickern und unseren Staat mit in den Bankrott reisst. Da hilft auch das Seifenblasengeblubber letzten Sonntag bei Anne Will in der ARD, von unserem Finanzdebakel Peer nicht mehr:“Die Bundesregierung hat einen guten Job gemacht, das Fiasko war nicht abzusehen, wir mussten…bla, bla, bla…”

René Zeyer, Schweizer Finanzdienstleister und Berater für Banken, hat bei Gulli:News ein vernichtendes Interview über die Banken und deren Abzocke gegeben. Geprellte Anleger hat er gegen die Grossbank Credit Suisse vertreten und eine Rückzahlung von 150 Millionen Franken bewirkt.

Hier mal ein Auszug aus dem Interview:

Nach dem Bankenversagen ist ein Staatsversagen, besser ein Politikerversagen zu konstatieren. Die Inkompetenz der meisten Wirtschafts- und Finanzminister ist ja weltweit offenkundig. Sie haben durch Multimilliardenhilfen und -garantien ganze Staaten in die Geiselhaft der Banker überführt. Denn wenn heute eine Grossbank mit Staatshilfe pleite geht, dann sind nicht nur Gläubiger, Aktionäre und Angestellte betroffen, sondern jeder Steuerzahler inklusive seiner  Nachkommen bis ins zweite Glied. Und für diese Staatshilfen wurden keinerlei Gegenleistungen eingefordert. Es wird fröhlich weitergzockt, Boni in Milliardenhöhe werden ausgeschüttet, Kredite an die Realwirtschaft kaum oder nur zögerlich vergeben. Ist ja auch verständlich. Wenn mir als Bank der Staat zum aktuellen Leitzinssatz in der EU von einem Prozent eine Milliarde leiht, dann haue ich die als Bank doch einfach in eine deutsche Staatsanleihe mit vier Prozent Zins, als dass ich einem mittelständischen Betrieb einen Kredit gewähre, der mit Aufwand, Abklärungen und Risiko verbunden ist.

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Ohne Moos nix los

Montag, August 3rd, 2009

Geld regiert die Welt, das haben nicht nur die letzten Ereignisse unbestritten gezeigt.
Wir haben uns so abhängig gemacht von dieser glitzernden Scheinwelt, dass wir noch nicht einmal den Gedanken ertragen; wie könnte eine Welt ohne Geld aussehen ? Selbst unsere Kinder erziehen wir ganz im Geiste des Kapitals. Es ist schon sehr bezeichnend für eine Gesellschaft, die Milliarden in marode Banken versenkt, oder sinnlose Abwrackprämien in die Autoindustrie pumpt, aber kein Geld für die nachfolgenden Generationen erübrigt.
Da wird um Kitaplätze gestritten, ganze Schulen zerfallen mangels Bausubstanz und selbst in so einem reichen Land wie Deutschland, wird von Kinderarmut gesprochen.
Unsere gesamte Gesellschaft hat sich dem Kapital untergeordnet, alles was zählt ist Profit und Gewinnmaximierung. Arbeiter werden entlassen, weil Sie sich angeblich Waren oder Dienstleistungen erschlichen haben, deren Wert gerade einmal nur wenige Cent ausmacht.
Und auf der anderen Seite werden unfähige Manager mit Abermillionen Euro hofiert.

Das ganze Finanzsystem hat eine Eigendynamik entwickelt und ist komplett ausser Kontrolle geraten. Und anstatt den Zusammenbruch als auch das Scheitern des Systems zu erkennen und endlich zur Umkehr einzulenken, laufen wir weiter panisch und irrational unseren göttlich erhobenen Wertevorstellungen hinterher. Wir opfern unsere Kinder auf dem Goldaltar, selbst unsere religiösen Führer haben sich dem golden Kalb verschrieben und das alles nur aus blinder Gier.
Wir haben den rationalen Bezug verloren und opfern unsere Welt und letztendlich uns selbst dem allmächtigen Mammon.

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Peer Steinbrück, Schätzmeister der BRD

Freitag, Juli 3rd, 2009

26. Juni 2009 (Einstelldatum Datenbankcrash)

Ja, ja der Herr Steinbrück. Eigentlich wollte er einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren.
Doch dann machte ihm die Weltwirtschaftskrise einen Strich durch die Rechnung.
Und auf einmal (April 09) war die Rede von über 40! Milliarden Euro Neuverschuldung.
Das ist eine Zahl mit 10! Nullen, oder auch 40 Tausend Millionen Euro.
Nun, wem jetzt schon schwindelig geworden ist; da geht aber noch was.
86,1 Milliarden Euro benötigt nun unser lieber Finanzminister um den Haushalt zu retten!
Das ist nicht nur absolute, noch nie da gewesene Rekordhöhe, sondern da fragt man sich auch, ist der Peer noch zu retten ?
Nicht nur, dass diese Summe niemals nie nicht zurückgezahlt werden kann, nein, das i-Tüpfelchen ist auch noch seine Verteidigungsrede vor dem Bundestag, ohne die Weltwirtschaftskrise hätte er nur 6 Milliarden gebraucht mit Ziel eines ausgeglichenen Haushalts bis 2011.
http://www.zeit.de/2009/27/Argument-Haushalt

Nun gut, bleibt nur noch die Frage, weshalb hat der Finanzminister den Bankencrash nicht kommen sehen, der ja schon über 1 Jahr von Finanzexperten vorausgesehen wurde und Herr Steinbrück zu dem Zeitpunkt immer noch abwinkte mit den Worten, die Krise wird Deutschland nicht erreichen ?
http://ef-magazin.de/2009/06/19/1289-landesbanken-pleiten-peer-steinbrueck-war-massgeblich-am-desaster-beteiligt
Tatsache ist auch, dass die BRD zum jetzigen Zeitpunkt mit fast 1,6 Billionen! Euro verschuldet ist.
http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html

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